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Sonderforschungsbereich 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel
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Ökonomien der Aufmerksamkeit im 20. Jahrhundert. Eine transnationale Perspektive auf Techniken der Messung, Vermarktung und Generierung von Aufmerksamkeit

 

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Informationen
Titel
Ökonomien der Aufmerksamkeit im 20. Jahrhundert. Eine transnationale Perspektive auf Techniken der Messung, Vermarktung und Generierung von Aufmerksamkeit
Termin
Donnerstag, 30.09.10
Ort
Humboldt-Universität, Seminargebäude, Raum HS 1.501
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Sektion beim 48. Deutschen Historikertag, Berlin

Abstract:

Eine der wichtigsten Tendenzen des 20. Jahrhunderts bildet aus medienhistorischer Perspektive die Verschränkung unterschiedlicher Ebenen der Aufmerksamkeitsgenerierung mit der sich professionalisierenden Messung und Bewertung von Einstellungen in der Mediengesellschaft. Während sich in den modernen Mediengesellschaften das individuelle Konsumverhalten sowie das politische und kulturelle Handeln einerseits zunehmend an der Berichterstattung in den Medien orientierte, wuchs andererseits die Nachfrage nach Informationen über die Vorlieben der Konsumenten, Zuschauer und Wähler. Deren Marktmacht gewann an Bedeutung, während zugleich neuen Techniken der wissenschaftlichen Beobachtung immer mehr Gewicht zukam. Zu diesen Techniken gehörten sowohl die neuen demoskopischen Verfahren der Markt- und Meinungsforschung als auch die staatliche Beobachtung politischer Einstellungen durch Geheim- und Sicherheitsdienste oder die privatwirtschaftlichen Versuche, die populärkulturelle Produktion von Sinnwelten (etwa im Hollywood-Kino) ertragreich zu machen. Um deren Aufstieg historisch verorten und in Wechselwirkung mit anderen Feldern analysieren zu können, erscheint eine wissenshistorische Perspektive besonders vielversprechend. Denn während den neuen Techniken der Aufmerksamkeitsmessung spezifische Konstruktionen des Sozialen zugrunde lagen, begannen sie ihrerseits, die soziale Wirklichkeit in der Mediengesellschaft zu strukturieren und auszurichten. ... [Weiterlesen im PDF]

Beiträge:

  • Malte Zierenberg, Berlin: Der Zuschauer. Die Konstruktion einer Figur der Aufmerksamkeitsökonomie im 20. Jahrhundert 
  • Bernhard Fulda, Cambridge: Der Markt der politischen Meinungen: Meinungsforschung und Öffentlichkeit in transnationaler Perspektive, 1930–1960 
  • Christiane Reinecke, Berlin: Meinung mit und ohne Markt. Zur Rolle der Umfrageforschung in DDR und Bundesrepublik 
  • Kerstin Brückweh, London: Kartographierung sozialer Unterschiede: Zur Messung und Vermarktung soziokultureller Daten in Großbritannien 
  • Anja Kruke, Bonn: Aufmerksamkeit für Europa. Eurobarometer, empirische Sozialforschung und die Europäische Kommission, 1962–1979 
  • Axel Schildt, Hamburg: Kommentar

Leitung:



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