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Sonderforschungsbereich 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel
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Moderne - Integration - Expansion? (Workshop)

 

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Informationen
Titel
Moderne - Integration - Expansion? (Workshop)
Termin
Freitag, 11.06.10
Ort
Deutsches Historisches Institut, Moskau
Downloads (PDF)

Repräsentationen Europas im 19. und 20. Jahrhundert

Die Veranstaltung wird organisiert durch das Teilprojekt A5 des Sonderforschungsbereiches 640.

Die Tagung, die ganztägig am 11. Juni 2010 in Räumen des Deutschen Historischen Instituts in Moskau stattfindet, untersucht Europarepräsentationen in verschiedenen Regionen der Welt (Russland, Westeuropa, arabische Welt, aber auch Lateinamerika und Ostasien) unter unterschiedlichen Gesichtspunkten. Gefragt wird jeweils nicht (nur) nach reinen Wahrnehmungen, sondern auch danach, wie diese Wahrnehmungen das Handeln der jeweiligen Träger und Akteure beeinflussten und welche Folgen hieraus erwachsen sind. Der Untersuchungszeitraum umfasst das 19. und das 20. Jahrhundert. Drei Themen- und Fragenfelder sollen schwerpunktmäßig in jeweils einem Panel behandelt werden:

  1. Modernisierung politischer und wirtschaftlicher Strukturen

    Europa galt während des langen 19. und des 20. Jahrhunderts vielerorts als Verkörperung der Moderne. Inwieweit wurde es als Modell für die Reformierung der eigenen politischen und wirtschaftlichen Strukturen angesehen? Wie stellte sich Europa den jeweiligen Reformern im Einzelnen dar? Welche Schlüsse wurden hieraus gezogen und was waren die Ergebnisse dieser Prozesse? Schließlich, andersherum gefragt: Wo und zu welchen Zeiten gab es Abweichungen von diesem Muster, wurde Europa nicht (mehr) als modern, sondern vielmehr als veraltet oder gar antimodern gesehen, und welche Schlussfolgerungen wurden hieraus gezogen?

  2. Integration von Heterogenität: imperiale Innentendenzen?

    Europa in seiner Gesamtheit, wie auch verschiedene europäische Nationalstaaten und Imperien haben zu verschiedenen Zeiten unterschiedliche Modelle der Integration von (multiethnischer, -kultureller und -religiöser) Diversität dargeboten. Wie wurden diese Integrationsstrategien in Westeuropa selbst, wie wurden sie in anderen Regionen wahrgenommen? Inwieweit wurden sie als brauchbares Modell für andere Regionen, für Vielvölkerreiche und Staatenbünde unterschiedlicher Art angesehen? Ließ und lässt sich (aus Sicht unterschiedlicher Akteure) mit Bezug auf Europa von Strategien imperialer Integration sprechen – oder dominierten andere Sichtweisen?

  3. Expansion und Kulturtransfer: imperiale Außentendenzen?

    Zugleich ließen sich Europa zu unterschiedlichen Zeiten auch verschiedene expansive Tendenzen zuschreiben. Welche Wege und Muster politischer, militärischer, kultureller und wirtschaftlicher Expansion wies Europa in der Sicht außereuropäischer Akteure (wie auch westeuropäischer Handlungsträger selbst) auf, und wie waren diese konnotiert? Konnte in der Wahrnehmung der Vertreter unterschiedlicher Regionen tatsächlich von einer „europäischen“ Expansion gesprochen werden – bzw. war dies vielmehr Sache einzelner europäischer Nationalstaaten? Inwieweit ließen und lassen sich gerade auch der Europäischen Union expansive bzw. imperiale Außentendenzen zuschreiben? War und ist Europa auch in dieser Hinsicht positives Modell, war es Modell und Gegenspieler zugleich oder ein Negativmodell, gegen das es sich abzugrenzen galt?

 

Grundlage für die Diskussion in den Panels werden Papiere der Referenten sein, die diese bis zum 20.5.an alle Teilnehmer verschicken sollten. In den Panels sollten die Referenten dann die zentralen Thesen ihrer Papiere in 10 (maximal 15) Minuten darstellen, bevor – nach einem Kommentar für das ganze Panel – die Diskussion eröffnet wird.

 

 

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