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Sonderforschungsbereich 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel
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Ordnung durch Terror

Jörg Baberowski, Anselm Doering-Manteuffel: Ordnung durch Terror. Gewaltexzeß und Vernichtung im nationalsozialistischen und stalinistischen Imperium. Dietz, Bonn 2006.

Verfasser:

    Anselm Doering-Manteuffel



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In den Kriegsimperien Hitlers und Stalins sollten Ordnung und Eindeutigkeit durch Terror und Gewalt erzeugt werden. Mit essayistischem Scharfsinn und wissenschaftlicher Präzision analysieren die renommierten Historiker Jörg Baberowski und Anselm Doering-Manteuffel die Herrschaftskontexte von Stalinismus und Nationalsozialismus, die eine bis dahin unvorstellbare Dynamik totalitärer Gewalt entwickelten. Das Streben nach Eindeutigkeit und homogenen Ordnungen darf als das herausragende Signum der modernen Zeit gelten. Es verschaffte sich vor allem dort mit letzter Konsequenz Geltung, wo totalitäre Systeme gewaltsam versuchten, Vielfalt in Eindeutigkeit zu verwandeln: soziale, ethnische und politische Vielfalt, Vielfalt an Meinungen, Bekenntnissen, Kultur- oder Wirtschaftsformen. Dies war besonders in der stalinistischen Sowjetunion und im nationalsozialistischen Deutschland der Fall. Beide Regime nahmen Vielfalt als Bedrohung wahr. Vor allem während des Krieges schufen sie sich durch ihre Eroberungszüge jene Uneindeutigkeit und Heterogenität selbst, die sie dann mit Terror und Vernichtung zu überwinden trachteten. Deshalb wurde das »Imperium« als Ordnungsraum zum Hort der schlimmsten Gewaltexzesse des 20. Jahrhunderts.



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