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Sonderforschungsbereich 640: Repräsentationen sozialer Ordnungen im Wandel
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Die Vermessung der Diktatur: Zwischen 'archival revolution' und 'new cultural history': Neuere Literatur über die Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg

Matthias Braun: Die Vermessung der Diktatur: Zwischen 'archival revolution' und 'new cultural history': Neuere Literatur über die Sowjetunion vor dem Zweiten Weltkrieg.

Verfasser:

Abstract:

Die umfangreiche Stalinismusforschung wird seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion von zwei Aspekten geprägt. Aufgrund der "archival revolution" sind umfangreiche, bisher unzugängliche Archivmaterialien verfügbar geworden. Und in Abgrenzung von Vertretern der Totalitarismustheorie und deren Revisionisten hat auch in diesen Forschungsbereich die "new cultural history" Einzug gehalten, so dass Repräsentationen, Sinnzuschreibungen, diskursive Praktiken und Aushandlungsprozesse im Mittelpunkt stehen.


Untersucht werden die Entscheidungsträger und die Ausführenden des stalinistischen Terrors, ihre Netzwerke, Motivationen und Vorstellungswelten. Zudem erlaubt das neue Archivmaterial die Diktatur an ihren räumlichen Grenzen – auf dem Dorf und in der Peripherie des Reiches – und den inneren Grenzen der Durchsetzbarkeit zu untersuchen. Das Gerüst der Diktatur bilden schließlich die Kader, deren oft vielschichtige Loyalitäten sich in der Übernahme der Herrschaftssprache oder in der Verortung der eigenen Biographie in den stalinistischen Gesamtdiskurs ausdrücken können.

erschienen in:

Zeitenblicke 6 (2007) 2

Seite 1 bis 21

Der Text ist online verfügbar unter:
http://www.zeitenblicke.de/2007/2/braun/index_html



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